Stabiler Zusatzbeitragssatz

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Am 16. Oktober 2021 hat der Schätzerkreis beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) die Prognose für die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2022 bekannt gegeben. Seither ist offensichtlich, dass die gesetzliche Krankenversicherung schweren Zeiten entgegensteuert.

Zusätzliche Finanztöpfe wirken sich auf Einnahmen aus

Um die Garantie der Begrenzung der Sozialabgaben für die Beschäftigten und Arbeitgeber einhalten zu können, mussten im Jahr 2021 zusätzliche Finanztöpfe angezapft werden. Das rechnerische Defizit des Gesundheitsfonds wurde mit einem zusätzlichen Steuerzuschuss in Höhe von 5 Mrd. Euro sowie einer Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes auf 1,3 Prozent ausgeglichen.

Da die Finanzreserven des Gesundheitsfonds bereits ausgeschöpft waren, wurden die Rücklagen der Krankenkassen mit einer Abschöpfung zwischen 40 und 60 Prozent solidarisiert. Letzteres belastet das voraussichtliche Rechnungsergebnis unserer BKK für das Jahr 2021 spürbar. In Summe wurden unserer BKK rund 2,1 Mio. Euro weniger an Einnahmen aus dem Gesundheitsfonds zugewiesen. Auch die Veränderungen im Risikostrukturausgleich mit der Einführung der sogenannten Regionalkomponente führte zu deutlichen Mindereinnahmen.

Sind 2022 steigende Zusatzbeiträge bei den Krankenkassen zu befürchten?

Das Ergebnis des Schätzerkreises macht es deutlich: Ohne kostendämpfende Maßnahmen trägt sich der Gesundheitsfonds auch in Zukunft nicht ohne erweiterte Zuschüsse. Die Sozialgarantie kann im Jahr 2022 nur durch einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von insgesamt 14 Mio. Euro eingehalten werden. Insgesamt werden für das kommende Jahr 28,5 Mio. Euro an Steuerzuschüssen in den Gesundheitsfonds fließen. Demgegenüber steht die Tatsache, dass der Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition für die Jahre 2021 bis 2025 keine konkreten Ansätze zur Dämpfung der Kosten in der Krankenversicherung enthält. Vielmehr ist davon auszugehen, dass im Gesundheitsministerium auch unter einer neuen Führung ein Rückbau der teuren Gesundheitsreformen der Ära Spahn nicht oder zumindest nicht so schnell erfolgen wird.

Dann sind da auch noch die Kosten infolge der Corona-Pandemie. Diese werden in den nächsten Jahren die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen weiterhin belasten. Kein Wunder also, wenn Erhöhungen der Zusatzbeitragssätze im Jahr 2022 bei vielen Krankenkassen nicht ausbleiben werden.

Trotz aller Herausforderungen: Der Beitragssatz unserer BKK bleibt bei 0,9 Prozent stabil!

Die für das kommende Jahr beschlossenen Reformen des Risikostrukturausgleiches werden die Einnahmen unserer BKK weiterhin zusätzlich belasten. Dennoch bleibt Spielraum, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Trotz des per Gesetz bestimmten Abbaus unserer Finanzreserven im Jahr 2021 und einer erwarteten ungünstigen Entwicklung der Einnahmen unserer BKK ermöglicht uns die nachhaltige Geschäftspolitik der vergangenen Jahre, auch in das Jahr 2022 mit einem stabilen Zusatzbeitragssatz in Höhe von 0,9 Prozent zu starten.

Dies ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass im Jahr 2021 in einigen Leistungsbereichen hohe Kostensteigerungen ausgeblieben sind.

Wir freuen uns mit Ihnen, dass wir Ihnen damit auch im kommenden Jahr unser umfassendes Service-Paket mit vielen Mehrleistungen zu einem attraktiven Beitrag anbieten können.

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