Is(s) nicht immer leicht

Intoleranz bei Lebensmitteln oder Allergie? Darin liegt der Unterschied

Der Magen rumort. Die Haut spielt verrückt. In schlimmen Fällen sind sogar die Atemwege oder Verdauungsorgane betroffen: Allergien und Unverträglichkeiten bei Lebensmitteln sind immer häufiger anzutreffen. Unter Letzteren leidet inzwischen geschätzt beinahe jeder dritte Deutsche. Woher kommen sie? Und wie lassen sie sich voneinander unterscheiden?

Einfach so einmal wieder im großen Kreis für den Freundeskreis kochen? Ist an sich eine prima Idee. In der Realität aber oft schwierig umzusetzen. Denn Laktose-Intoleranz und Erdnuss-Allergie sind offenbar in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen – und müssen bei der Zubereitung der Speisen beachtet werden, um nicht unschöne Zwischenfälle bei – oder nach – Tisch auszulösen. Doch weshalb sind wir gefühlt so empfindlich gegenüber bestimmten Nahrungsmittel-Bestand­teilen?

Wichtig zu wissen

Allergien können auch im Erwachsenenalter neu auftreten. Bei entsprechenden Symptomen macht ein Test also auch dann Sinn, wenn Sie in jungen Jahren nicht betroffen waren.

Allergie oder Unverträglichkeit?

Dazu ist es zunächst wichtig, die körpereigene Ursache für die Symptome von Allergien auszumachen. Und die ist ironischerweise der Wächter unserer Gesundheit – unser Immunsystem. Dessen Aufgabe ist es grundlegend, fremde Stoffe, Erreger und Substanzen zu bemerken und sofern nötig als bedrohlich zu klassifizieren und in der Folge zu bekämpfen.

Das Problem ist: Wenn es auf nur vermeintliche „Feinde“ in Form von an sich unproblematischer Proteine überreagiert, kann es unter anderem zu Übelkeit, Atemnot, Niesattacken oder Ausschlag kommen, die meist unmittelbar nach dem Verzehr auftreten. Hier liegt auch der Unterschied zu Unverträglichkeiten begründet. Denn diese triggern in der Regel den Verdauungstrakt, wo sie Reizungen auslösen und nicht richtig verwertet werden können. Wer nicht sicher ist, ob er eine Allergie hat, sollte das bei seinem (Haut-)Arzt abklären lassen.

Allergie, Lebensmittelunverträglichkeit – und jetzt?

Wer von einer Allergie betroffen ist, sollte fortan vor allem drei Dinge tun:

  1. Das allergieauslösende Lebensmittel – auf alle Fälle in Rohform – nicht mehr verzehren.
  2. Beim Auswärts-Essen im Zweifel nach den Zutaten fragen – ob im Restaurant oder im Freundeskreis.
  3. Für alle Fälle immer anti-allergische Tabletten und/oder Sprays dabeihaben – gerade wenn Atemnot zu den Symptomen gehört. Hier kann der Arzt Empfehlungen aussprechen.

Besteht hingegen „nur“ eine Unverträglichkeit, können Betroffene sich vorsichtig an die entsprechenden Lebensmittel herantasten: Das oft angegebene „kann Spuren von … enthalten” ist häufig kein Problem, genauso wenig wie die Prise Paprika im Suppentopf oder die viertel Walnuss auf dem Kuchen. Im Zweifel am besten auch hier vorher Rücksprache mit dem Arzt halten.

Gut zu wissen: Das sind Kreuzallergien

Viele Heuschnupfen-Geplagte haben auch Nahrungsmittel-Allergien. Das liegt daran, dass die Allergie durch Proteine ausgelöst wird. Ähneln die Eiweiße in den Pollen denen in bestimmten Nahrungsmitteln, kommt es zur Immunreaktion mit den typischen Symptomen wie Jucken, tränenden Augen, Atemnot, Schnupfen und Co.

Ganz typisch: Der Gaumen beginnt nach dem Biss in beispielsweise den Apfel, Pfirsich oder die Nuss zu bitzeln und unangenehm zu jucken. Einen Trost gibt es aber: Verarbeitet verlieren viele kreuzallergene Lebensmittel ihren Symptomauslöser. Denn Hitze beim Kochen oder Backen sorgt dafür, dass die Proteine nicht länger das Immunsystem in Alarmbereitschaft versetzen.

Veröffentlicht am: 14.05.2021 - Zuletzt geändert am: 13.10.2021

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