Optimistischer Blick in die Zukunft

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Sondierungsgespräche nach der Bundestagswahl haben die Weichen für eine Ampelkoalition gestellt. Alle drei Parteien sind sich einig: Trotz inhaltlicher Differenzen will man in Verhandlungen gehen. Erste gemeinsame Eckpunkte in Sachen Gesundheitspolitik geben Anlass, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Planung einer verlässlichen gesundheitlichen Versorgung in Deutschland

So wollen sich die Koalitionspartner in spe einer verlässlichen gesundheitlichen Versorgung in Deutschland annehmen. Dabei soll es keinen Unterschied mehr machen, ob Versicherte in der Stadt oder auf dem Land wohnen. Auch das System der Fallpauschalen zur Krankenhausfinanzierung soll weiterentwickelt und in wirtschaftlich unterfinanzierten Sektoren gestärkt werden. Hiervon würde z. B. die Geburtshilfe, die Kinder- und Jugendmedizin sowie die Notfallversorgung profitieren.

Auch die Bürgerversicherung, die in den vergangenen Jahren immer wieder als Wahlkampfthema heraufbeschworen wurde, ist vom Tisch. Damit bleibt der Wettbewerb zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung erhalten. Eine Einheitsversicherung, wie z. B. in der Renten- und Arbeitslosenversicherung, wird es ebenfalls nicht geben. Das ist ein gutes Zeichen, denn der Wettbewerb, auch unter den gesetzlichen Krankenkassen, kommt den Versicherten und Leistungserbringern zugute. Er sorgt dafür, dass sich alle Mitbewerber kontinuierlich um Verbesserungen und Innovationen in der Versorgung und im Service ihrer Versicherten bemühen.

Entbürokratisierung sowie die Nutzung digitaler Potenziale und klare bundeseinheitliche Vorgaben bei der Personalbemessung sollen die Patientenversorgung verbessern und das Pflegepersonal entlasten. Auch dies sind Ziele, die zu begrüßen sind.

Ausgabenträchtige Gesundheitspolitik strapaziert Finanzen

Dennoch sollten wir bei aller Euphorie auch einen Blick über den Tellerrand hinaus wagen. Die ausgabenträchtige Gesundheitspolitik der Großen Koalition in den vergangenen Jahren hat die Finanzen des Gesundheitsfonds und der Krankenkassen über Gebühr strapaziert. Der per Gesetz festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitrag für das Jahr 2022 in Höhe von 1,3 Prozent kann nur durch einen um zusätzliche 14 Mrd. Euro erweiterten Bundeszuschuss erreicht werden. Insgesamt fließen damit für das Jahr 2022 28,5 Mrd. Euro aus Steuermitteln in den Gesundheitsfonds. Angesichts dieses hohen Zuschusses ist es dringend geboten, dass sich spätestens der neue Bundesgesundheitsminister Gedanken über eine Strategie zur Kostendämpfung macht.

Es wäre wünschenswert, dass der Gesundheitsfonds zukünftig voll im Gleichgewicht ist. Ganz nach diesem Motto erhalten Sie mit unserem Leitartikel Tipps und Tricks für Ihre körperliche und mentale Balance.

Mit allen Gesundheitstipps in dieser Ausgabe wünsche ich Ihnen einen schönen Winteranfang mit duftendem Tee und viel Wärme für Körper, Herz und Seele im Kreise der Familie oder mit Freunden.

Ihr
Ralf Hauer

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