Isabell Dietrich
Arbeitsunfähigkeit, Geldleistungen und besondere Versorgung
Stellen Sie sich vor, Essen wäre plötzlich freiwillig – zumindest für eine bestimmte Zeit. Genau hier beginnt das Fasten. Eine bewusste Pause von Überfluss und „noch schnell etwas essen“. Fasten lässt uns innehalten. Der Kopf wird wacher und plötzlich entsteht Raum: für Gedanken, neue Perspektiven und Achtsamkeit.
Das Fasten hat eine jahrtausendealte Geschichte und wurde in vielen Kulturen aus religiösen, spirituellen oder medizinischen Gründen praktiziert.
Im Christentum ist die Fastenzeit eine Zeit des Verzichts von Aschermittwoch bis Ostersonntag. Die Christen bereiten sich in dieser Zeit auf Ostern vor und erinnern an Jesus, der 40 Tage in der Wüste gefastet hat.
Im Mittelalter war das Fasten fester Bestandteil der Klostermedizin und hat sich bis heute zu einer wissenschaftlich untersuchten Gesundheitsmaßnahme entwickelt.
Zwischen Lifestyle-Versprechen und Tradition zeigt sich, dass Fasten heute sowohl gesundheitliche Effekte als auch gesellschaftliche Trends vereint.
Beim Heilfasten handelt es sich um die intensivste Form des Fastens. Es wird eine begrenzte Zeit komplett auf die Nahrungsaufnahme verzichtet.
Als Pionier des Heilfastens gilt der Arzt Dr. Otto Buchinger. Er erkrankte selbst an Gelenkrheuma, was ihn in seiner Beweglichkeit stark einschränkte. Konventionelle Behandlungen brachten ihm keine Besserung. Er unterzog sich selbst einer 19-tägigen Fastenkur, die ihm nach eigenen Aussagen half, seine Beschwerden zu lindern und wieder beweglicher zu werden. Diese persönliche Erfahrung trieb ihn an, sich sein Leben lang mit dem Fasten als therapeutische Methode zu beschäftigen. Er entwickelte sein eigenes Konzept des Heilfastens und eröffnete 1920 seine erste Fastenklinik. Im Jahr 1953 eröffnete er mit seiner Tochter eine weitere Klinik in Überlingen am Bodensee, die bis heute zu den bekanntesten Fastenzentren gehört.
Dr. Buchinger verstand das Fasten als Methode, die sowohl körperliche Selbstheilungskräfte aktiviert als auch zu innerer Ruhe und Achtsamkeit führt.
Sie möchten zum 1. Mal Heilfasten? Dann informieren Sie sich vorab gut und führen Sie das Heilfasten am besten in Begleitung eines Experten durch. Es gibt einiges zu beachten.
Beim Basenfasten wird nicht komplett auf Nahrung verzichtet, sondern auf säurebildende Lebensmittel. Über einen Zeitraum von mehreren Tagen werden ausschließlich Nahrungsmittel verzehrt, die im Körper basisch wirken. Diese Methode gilt als eine besonders schonende Form des Fastens.
Sie soll den Säure-Basen-Haushalt des Körpers unterstützen, um Krankheiten zu verhindern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Der Säure-Basen-Haushalt beschreibt das Gleichgewicht zwischen sauren und basischen Stoffen im Körper. Dieses Gleichgewicht ist lebenswichtig, da viele Körperfunktionen nur in einem bestimmten pH-Wert optimal ablaufen können. Eine gesunde Ernährung und ein ausgeglichener Lebensstil helfen, dieses sehr komplexe System im Gleichgewicht zu halten und so den Körper zu unterstützen und zu entlasten.
16 Stunden nichts essen und trotzdem leistungsfähig sein? Bei der 16:8-Methode handelt es sich um eine Form des Intervallfastens, bei der täglich 16 Stunden gefastet wird. Die Mahlzeiten werden im achtstündigen Zeitfenster eingenommen.
Nach mehreren Stunden ohne Nahrungsaufnahme sinkt der Insulinspiegel im Blut und der Körper stellt schrittweise von Zuckerverbrennung auf Fettverbrennung um. Außerdem können nach zwölf bis 16 Stunden Reparaturprozesse in unseren Zellen angeregt werden. Entzündungen im Körper werden positiv beeinflusst.
Viele kennen das Verzichtsfasten besonders aus der Fastenzeit vor Ostern. Traditionell wird auf Fleisch oder Genussmittel verzichtet. Viele Menschen entscheiden sich aber auch zu anderen Zeiten für einen Verzichtsmonat, ganz unabhängig von Ostern.

Veröffentlicht am: 09.04.2026 - Zuletzt geändert am: 14.04.2026

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