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Gesundheit hat Vorfahrt: Leistungen wieder verbessert

Gesundheit hat Vorfahrt: Leistungen wieder verbessert

02.10.2017

Nachdem im Herbst des vergangenen Jahres die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder wesentlich erweitert wurden sind auch für Erwachsene zahlreiche Verbesserungen in unserem Leistungskatalog vorgesehen.

Informieren Sie sich in unserem Leistungskatalog

Bei seelischen Erkankungen: Psychotherapie

Eine Psychotherapie ist ratsam, wenn psychische Probleme nicht mehr allein oder mithilfe von Familie oder Freunden gelöst werden können. Sonst können sie zu Krankheitserscheinungen führen, die bewirken, dass die alltäglichen Lebensanforderungen nicht mehr bewältigt werden können. Neu sind eine psychotherapeutische Sprechstunde zur frühzeitigen Abklärung, eine Akutbehandlung bei psychischen Krisen sowie eine Rezidivprophylaxe nach einer Langzeittherapie, um Rückfälle zu vermeiden.

Krankenhausaufenthalt: Neues Entlassmanagement

Das Trauma von der „Wochenendentlassung“ ohne weitere Versorgung gehört jetzt der Vergangenheit an, denn ab dem 01. Oktober 2017 tritt ein neuer Rahmenvertrag zum Entlassmanagement in Kraft. Dieser ermöglicht eine möglichst reibungslose Anschlussversorgung nach einem Krankenhausaufenthalt. Frühzeitig erfassen die Krankenhäuser den Bedarf der Patienten/-innen, erstellen einen konkreten Entlassungsplan, nehmen Kontakt zum Weiterbehandler auf und der Patient verlässt das Krankenhaus mit einem entsprechenden Brief. 

Neue Verordnung: Cannabis als Medizin

Schwerkranke Versicherte können Cannabis-Arzneimittel auf Rezept erhalten. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse; bei der ersten Verordnung ist eine Genehmigung vorgesehen. Wenn es also keine Therapiealternativen gibt, können getrocknete Cannabisblüten und -extrakte zur Schmerztherapie bei chronischen Erkrankungen (z. B. multiple Sklerose) oder bei Appetitlosigkeit/Übelkeit im Verlauf einer Chemotherapie ärztlich verordnet werden. 

Darmkrebsfrüherkennung: Stuhltests jetzt noch sicherer

Darmkrebs ist eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen in Deutschland. Weil die Vorläufer mit den Jahren zunehmen können, sieht die Krebsfrüherkennung ab 50 Jahren entsprechende Untersuchungen vor. Die Vorsorge beginnt mit den jährlichen Stuhltests auf nicht sichtbares Blut.

Dieser Test wurde jetzt wesentlich verbessert: Bei nur einer einzigen Stuhlprobe ist ein Nachweis von Blut durch den sogenannten quantitativen immunologischen Test (i-FOBT) viel sicherer möglich, als dies mit dem bisher verwendeten Stuhltestverfahren der Fall war.

Neue Früherkennung für Männer ab 65 Jahren: Bauchaortenaneurysmen

Männer ab 65 sind wesentlich häufiger betroffen, an krankhaften Erweiterungen der Bauchschlagader zu erkranken, die meist unerkannt bleiben. Bei etwa vier bis acht Prozent der Männer liegt diese Erkrankung vor, bei Frauen sind es nur 0,5 bis 1,5 Prozent. Verursacht wird die Erweiterung durch Gefäßverkalkungen.

Als Risikofaktoren gelten vor allem Bluthochdruck, Rauchen und zu hohe Cholesterinwerte. Wieder ein Grund mehr, alle zwei Jahre die Gesundheitsuntersuchung zu nutzen, die nun auch die neue Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen beinhaltet.

Kontaktmöglichkeiten der BKK Groz-Beckert