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Vitamine: Was taugen Tabletten?

Tabletten als Ersatz für natürliche Vitamine?

Dass Vitamine wichtig sind, weiß jedes Kind. Doch sind wir in unserer schnelllebigen Zeit mit oft einseitiger Ernährung auf natürlichem Weg ausreichend mit ihnen versorgt? Und können Tabletten und Pulver ein probater Ersatz sein?

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Nahrungsergänzungsmittel hoch im Kurs

Statistiken zeigen: Rund 30 Prozent der Deutschen nehmen regelmäßig Vitamine oder Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsform zu sich. Angesichts deren hoher Dosierung stellt sich vielen die Frage: Warum brauchen wir dann überhaupt noch Obst und Gemüse, wenn wir bequem zur Tablettendose greifen können?

Bestenfalls ein Plus, keinesfalls Ersatz

Die Antwort: wegen der sekundären Pflanzenstoffe. Carotinoide in Karotten und Möhren oder Lycopin in Tomaten – um nur zwei Beispiele zu nennen – helfen dem Immunsystem und sorgen dafür, dass Vitamine weit besser verarbeitet werden, als wenn diese nur isoliert zugeführt werden. Ein Hinweis darauf steckt bereits im Produktnamen. Denn anders als Arzneimittel sind Nahrungsergänzungsmittel lediglich dazu bestimmt, die gewohnte Ernährung – genau – zu ergänzen. Dass sie aktiv Beschwerden oder Mängel beseitigen, ist kein Muss.

Vitamintabletten in Sonderfällen sinnvoll

In speziellen Situationen, etwa während einer Schwangerschaft, bei bestimmten (Magen-)Krankheiten oder bei starkem Wachstum, können Vitamintabletten und -pulver in ärztlich verordneten Dosen und spezieller Form hingegen Sinn machen. Um die Vitamine richtig zu verwerten, braucht der Körper allerdings auch Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett. Auch darum ist Mangelernährung allein durch die Zufuhr von Vitamintabletten nicht ausgleichbar.

Überdosis Vitamine – Gefahr für die Gesundheit

Vorsicht ist im Gegenteil vor allem bei der Menge der Zufuhr geboten – ganz gleich, woher die Vitamine kommen. Denn eine langfristige Überdosis fettlöslicher Vitamine (E, D, K, A) kann die Gesundheit gefährden, statt sie zu fördern. Sehstörungen, Kopfweh, Müdigkeit oder Leberschäden können die Folge sein. Zwar ist die Gefahr von Nebenwirkungen bei Vitamintabletten recht gering, doch auch hier gilt: Wer sie dauerhaft zu sich nimmt, gewöhnt den Körper an diese Quelle – mit dem Ergebnis, dass dieser nicht mehr so viele Vitamine aus der Nahrung absorbiert.

Fazit: besser Tomate als teure Pille

Somit bleibt festzuhalten, dass entsprechende Tabletten für einen gesunden Menschen, der sich abwechslungsreich und vollwertig ernährt, in der Regel überflüssig sind. Sie können die Vielzahl an Substanzen aus Obst und Gemüse nicht 1:1 ersetzen. Insofern greifen Sie ruhig weiter zum knackigen Apfel oder zur saftigen Tomate anstelle zur teuren Pillen.

Kontaktmöglichkeiten der BKK Groz-Beckert