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Schmerztabletten - Wirkungsweise und mögliche Risiken

Worauf Sie achten sollten

Worauf Sie achten sollten

Auch wenn es sich um freiverkäufliche Arzneimittel handelt, sind diese Medikamente nicht harmlos oder frei von Nebenwirkungen. Die hier gemachten Aussagen ersetzen keinen ärztlichen Rat. Sprechen Sie zur Sicherheit in aller Offenheit mit Ihrem Arzt, um Missverständnisse zu vermeiden. Denn – wie für alle Medikamente – gilt auch hier: Die Menge macht das Gift!

Haben Sie Fragen zum Thema Schmerzmittel? Wir beraten Sie gerne.

Schmerztabletten – hilf- oder risikoreich?

Worin unterscheiden sich die hilfreich angebotenen Schmerzlinderer? Wie wirken sie? Und was nehmen wir da eigentlich zu uns? Leichtfertig angewandt stecken in freiverkäuflichen Schmerzmitteln auch Risiken, derer man sich bewusst sein sollte.

Arten von Schmerzmitteln

Am häufigsten werden bei leichten bis mäßig starken Schmerzen sog. Analgetika eingesetzt. Diese nicht-opioiden Schmerzmittel sind in Deutschland größtenteils frei verkäuflich und dank populärer Markennamen gut bekannt. Sie wirken direkt am Ort des Schmerzes bzw. der Entzündung, d. h. außerhalb des zentralen Nervensystems. Sie lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:

Sauer und fiebersenkend:

Sie wirken schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend (Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen

Nicht-sauer und fiebersenkend:

Sie haben einen fiebersenkenden und schmerzstillenden Effekt, jedoch kaum entzündungshemmende Wirkung (Wirkstoffe: Paracetamol, Metamizol, Phenazon und Propyphenazon).

Nebenwirkungen:

Die größte Problematik bei sauren und teilweise auch nicht-sauren Wirkstoffen, die oral eingenommen werden, sind Magen-Darm-Probleme. Bei zu langem Gebrauch (nachweislich bei ASS und Paracetamol) können diese Mittel aktiv Kopfschmerzen auslösen. Patienten, die diese Medikamente gegen ihre Kopfschmerzen einnehmen, können Ursache und Nebenwirkung kaum unterscheiden.

Wirkung, Anwendung, Besonderheiten

ASS (Acetylsalicylsäure)

  • Schmerzstillender, blutgerinnungs- und entzündungshemmender sowie fiebersenkender Wirkstoff – der "Klassiker".
  • ASS wird niedrigdosiert zur Vorbeugung von erneuten Herzinfarkten und Schlaganfällen eingesetzt.
  • Gute Verträglichkeit bei kurzzeitiger Anwendung bei akuten Schmerzen (Dosierungen 500 bis 1.000 mg)
  • In der Schwangerschaft darf ASS nur in kleinen Mengen verabreicht werden.
  • Bei Asthmatikern kann ASS Ursache von Anfällen sein.

Paracetamol

  • Anders als ASS oder Ibuprofen besitzt Paracetamol eine minimal entzündungshemmende Wirkung.
  • keine blutverdünnende Wirkung wie ASS
  • Schäden an Leber und Nieren bei Dauer- gebrauch bzw. Überdosierung
  • Bei moderatem Alkoholkonsum wird vom Gebrauch von Paracetamol abgeraten, hier drohen Leberschäden.
  • Paracetamol gilt als eines der sichersten Schmerzmittel in der Schwangerschaft.
  • Paracetamol ist höheren Dosen seit April 2009 in Deutschland verschreibungspflichtig.
    Lediglich Packungsgrößen mit maximal 20 Tabletten zu je 500 mg (= 10 Gramm Paracetamol ) sind ohne Rezept erhältlich.

Ibuprofen

  • In seiner Wirkung kann IBU der ASS überlegen sein, außerdem ist sein Nebenwirkungspotenzial geringer.
  • Blutverdünnender Effekt – jedoch geringer als bei ASS
  • In Deutschland sind derzeit keine Tierarzneimittel auf Ibuprofenbasis zugelassen.
  • Kinder unter sechs Monaten und Schwangere sollten dieses Mittel nicht einsetzen.
Kontaktmöglichkeiten der BKK Groz-Beckert