Worin unterscheiden sich die hilfreich angebotenen Schmerzlinderer? Wie wirken sie? Und was nehmen wir da eigentlich zu uns? Leichtfertig angewandt stecken in freiverkäuflichen Schmerzmitteln auch Risiken, derer man sich bewusst sein sollte.
Am häufigsten werden bei leichten bis mäßig starken Schmerzen sog. Analgetika eingesetzt. Diese nicht-opioiden Schmerzmittel sind in Deutschland größtenteils frei verkäuflich und dank populärer Markennamen gut bekannt. Sie wirken direkt am Ort des Schmerzes bzw. der Entzündung, d. h. außerhalb des zentralen Nervensystems. Sie lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
Sauer und fiebersenkend:
Sie wirken schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend (Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen).
Nicht-sauer und fiebersenkend:
Sie haben einen fiebersenkenden und schmerzstillenden Effekt, jedoch kaum entzündungshemmende Wirkung (Wirkstoffe: Paracetamol, Metamizol, Phenazon und Propyphenazon).
Nebenwirkungen:
Die größte Problematik bei sauren und teilweise auch nicht-sauren Wirkstoffen, die oral eingenommen werden, sind Magen-Darm-Probleme. Bei zu langem Gebrauch (nachweislich bei ASS und Paracetamol) können diese Mittel aktiv Kopfschmerzen auslösen. Patienten, die diese Medikamente gegen ihre Kopfschmerzen einnehmen, können Ursache und Nebenwirkung kaum unterscheiden.
Fazit:
Auch wenn es sich um freiverkäufliche Arzneimittel handelt, sind diese Medikamente nicht harmlos oder frei von Nebenwirkungen. Die hier gemachten Aussagen ersetzen keinen ärztlichen Rat. Sprechen Sie zur Sicherheit in aller Offenheit mit Ihrem Arzt, um Missverständnisse zu vermeiden. Denn – wie für alle Medikamente – gilt auch hier: Die Menge macht das Gift!