
Schnell ist es passiert: Sie rutschen beim Gemüseschneiden mit dem Messer ab oder greifen in die Scherben eines zerbrochenen Glases. Autsch! Ein kurzer Schmerz und schon fließt Blut. Was ist zu tun? Grundsätzlich gilt zunächst einmal: Ruhe bewahren!
Benötigt (aus dem Verbandskasten):
Die einzelnen Schritte:
Beide Verletzungen behandelt man gleich.
Verbrennungstiefe (Schweregrad)
Verbrennung ersten Grades: Hierbei ist nur die oberste Haut- schicht (Epidermis) verbrannt. Die Haut ist gerötet, trocken, ge- schwollen und tut weh. Die Wunde heilt meist innerhalb einiger Tage von selbst, ohne eine Narbe zu hinterlassen. Bei kleinen Flä- chen können diese Wunden meist mit einer speziellen Salbe gegen Verbrennungen behandelt werden. Verbrennungen, die größer sind als die Handfläche des Opfers, sollten in jedem Fall einem Arzt vorgestellt werden.
Verbrennung zweiten Grades: Hier wurden die Epidermis und die Lederhaut beschädigt. Sind nur die obersten Schichten der Lederhaut betroffen, ist die Wunde rot und es bilden sich Bla- sen. Die Wunde nässt und die Blasen füllen sich mit Flüssigkeit. Sind tiefere Schichten der Lederhaut verbrannt, ist die Haut eher trocken und es bilden sich nur wenige Blasen. Drückt man leicht auf die verbrannte Haut, fühlt sie sich hart und hölzern an. Auch hier gilt: Verbrennungen, die größer als die Handfläche des Op- fers sind, sollten so schnell wie möglich in der Klinik behandelt werden, d. h. der Rettungsdienst muss verständigt werden. Bei Kindern empfiehlt sich dies generell.
Verbrennung dritten Grades: Hier ist die gesamte Haut mitsamt Haarwurzeln verbrannt und das sich unter der Haut befind- liche Fettgewebe liegt frei. Zusätzlich können darunter liegende Muskeln, Sehnen, Nerven, Blutgefäße oder Knochen verletzt sein. Die Haut sieht entweder weißlich, rötlich, braun oder tief- schwarz aus. Die Wunde ist trocken, bildet keine Blasen und ist sehr hart. In der Lederhaut liegen unter anderem Drüsen, Nerven mund Blutgefäße. Durch die intensive Verbrennung werden Nerven und Gefäße zerstört, so dass die betroffenen Körperstellen weder bluten noch schmerzen. Lediglich an den Rändern der Wunde sind noch Nervenzellen vorhanden und sorgen bei den Patienten für starke Schmerzen. Hier gilt: Sofort den Rettungs- dienst verständigen!