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E-Health-Gesetz: Sicherheit geht vor

Digitale Nutzung von Gesundheitsdaten bringt viele Vorteile

07.09.2015

Ab 2016 wird die Funktionalität der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) Schritt für Schritt ergänzt. Gesunde Skepsis in Bezug auf Datensicherheit ist angebracht, aber die Sorge vor dem „gläsernen Patienten“ ist unbegründet.

Information, Technologie, Vertrauen: unser Leitbild

Konstruktive Skepsis ist gefragt

Das Vorhaben, Gesundheitsdaten zu speichern und sie zunehmend digital zu nutzen, wird durchaus kontrovers diskutiert. Deshalb legt die Bundesregierung schon beim ersten Entwurf des sogenannten E-Health-Gesetzes („Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“) großen Wert auf ein Höchstmaß an Datensicherheit. Der Bundesdatenschutzbeauftragte und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik begleiten die Umsetzung des Projektes mit konstruktiver Skepsis und sehen viele positive Ansätze.

Gute Gründe gegen Vorbehalte

Schnelle Aktualisierung und Bekämpfung von Kartenmissbrauch

Es gibt zahlreiche gute Gründe für die erweiterte Nutzung digitaler Informationen via elektronischer Gesundheitskarte (eGK). So können beispielsweise Versicherten-Stammdaten zukünftig direkt in der Arztpraxis aktualisiert und verloren gegangene oder gestohlene Karten sofort gesperrt werden. Das erspart Wege zur Krankenkasse und hilft, Kartenmissbrauch zu bekämpfen.

Wichtige Patientendaten im Notfall schnell verfügbar

Angaben zu Allergien, zur Blutgruppe und zu Vorerkrankungen sind sinnvoll, sie können im Notfall Leben retten. Je nach Sicherheitsstufe können diese Daten wahlweise nur vom Inhaber eines Heilberufsausweises (Notarzt, Rettungssanitäter etc.) oder – mittels Eingabe einer PIN durch den Versicherten – vom behandelnden Arzt eingesehen werden.

Digitaler Medikationsplan minimiert Risiken

Arzneimittel-Nebenwirkungen liegen als Todesursache vor Unfällen im Straßenverkehr. Eine fraglos nützliche Funktion der eGK, die mittelfristig kommt: der digital hinterlegter Medikationsplan. Er minimiert Risiken für Menschen, die mindestens drei verordnete Medikamente parallel einnehmen.

Telekonsultation hilft bei Diagnose und Therapie

Weiterer Schwerpunkt über die eGK hinaus ist die Telematik. Sie ermöglicht unter anderem die Telekonsultation zur Unterstützung von Diagnose und Therapie, ohne dass Patienten umständliche und lange Wege in Kauf nehmen müssen.

Ihre Entscheidungsfreiheit bleibt unberührt

Wir stehen den Neuerungen, die mit dem E-Health-Gesetz einher gehen, positiv gegenüber – und hoffen, dass auch unsere Versicherten die Vorteile erkennen und zu gegebener Zeit nutzen werden. Vor allem ältere Menschen werden besonders davon profitieren. Auf zwei Aspekte möchten wir in diesem Zusammenhang besonders hinweisen:

  • Ihre persönlichen Daten werden von uns nur in dem Umfang erhoben und gespeichert, wie dies zur Durchführung der Versicherung erforderlich ist.
  • Welche medizinischen Daten verschlüsselt abgespeichert werden, entscheiden die Patientinnen und Patienten selbst.
Kontaktmöglichkeiten der BKK Groz-Beckert