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Das Modellprojekt „Frühe Hilfen“

Risiko senken, Kompetenz stärken

31.03.2015

Frühe Hilfen“ für Eltern und Kinder zielt darauf ab, Entwicklungsrisiken für Kinder rechtzeitig zu erkennen und die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken. Dafür ziehen viele am Projekt Beteiligte gemeinsam an einem Strang.

Informieren Sie sich über Hintergründe zum Projekt

„Frühe Hilfen“ rückt Kinder in den Mittelpunkt

Medienberichte über teils dramatische Schicksale kleiner Kinder, deren Eltern mit der Verantwortung für das seelische und körperliche Wohl ihres Kindes überfordert waren, machen betroffen. Immer wieder stellen sich die gleichen Fragen: Wie konnte es so weit kommen? Wer trägt dafür die Verantwortung? Und vor allem: Wie hätte das verhindert werden können?

Auf Basis des Aktionsprogramms „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entstand ein Modellprojekt, das Kinder in den Mittelpunkt rückt. Eine enge Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenkassen und Jugendhilfe soll dazu führen, Anzeichen für problematische Familienverhältnisse früher zu erkennen und praktische Angebote zur Unterstützung zu formulieren.

So funktionieren „Frühe Hilfen“

Kinder-, Jugend-, Frauen- und Hausärzte sowie Psychotherapeuten, die am Modellprojekt teilnehmen, werden zunächst besonders dafür geschult, den körperlichen und geistigen Zustand eines Kindes im ganzheitlichen Zusammenhang zu bewerten. Lassen sich Anhaltspunkte für eine problematische Familiensituation und damit für eine Gefährdung des Kindes finden, wird zunächst das Gespräch mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten gesucht. Relevante Hilfe kann in Form von speziellen medizinischen Angeboten oder von professioneller Moderation und Mediation durch die Jugendhilfe vor Ort beansprucht werden. Im Idealfall entsteht so ein „Miteinander“ ganz besonderer Art.

Die Abstimmung individueller Hilfen behält stets das Wohl der Kinder im Auge. „Frühe Hilfen“ greifen, wenn es gelingt, einer Familie neue Perspektiven aufzuzeigen und echte Chancen zu eröffnen. In der Konsequenz können die Folgen von Vernachlässigung oder gar Misshandlung abgemildert oder sogar abgewendet werden.

„Frühe Hilfen“ kommen nie zu früh

Die Vernachlässigung oder gar Misshandlung von Kindern kann sich mehr oder minder drastisch in deren Verhalten oder Gesundheitszustand widerspiegeln. Langfristige Folgen wie Lernschwäche, Antriebslosigkeit, mangelnde berufliche Qualifikation und im Extremfall Straffälligkeit machen deutlich, dass die Nichtbeachtung gesellschaftlicher Probleme zum Bumerang werden kann.

Der Beitritt in die Vereinbarung „Vernetzung Frühe Hilfen“ unterstreicht unseren Anspruch, soziale Verantwortung zu übernehmen und familiär bedingter Benachteiligung von Kindern entgegenzuwirken. 

„Frühe Hilfen“ brauchen Fingerspitzengefühl: zum Beitrag des BKK Landesverbandes Süd

Kontaktmöglichkeiten der BKK Groz-Beckert